Marler Geschichtswerkstatt

In Kooperation mit der VHS "die insel" findet folgende Veranstaltung (entgeltfrei) statt:

Arbeitskreis: Marler Geschichtswerkstatt, Kurs-Nr. 10120
Leitung: Dr. Ulrich Berendes

Treffen

5 x dienstags jeweils 19 bis 20.30 Uhr, in der Museumsscheune, Marl, Am Volkspark 14

Die nächste Geschichtswerkstatt startet Anfang 2015 - bitte im insel-Programm nachlesen

 




Geschichtswerkstatt Marl

Die Geschichtswerkstatt ist eine Arbeitsgemeinschaft der Marler Volkshochschule „die insel“. Mitarbeiten kann jede und jeder, die oder der sich für die Geschichte der Stadt Marl interessiert. Weil die AG aktiv und ergebnisorientiert für unsere Stadt arbeitet, ist die Teilnahme entgeltfrei. Um die Arbeit zusätzlich zu unterstützen, wurde zwischen der insel und dem Heimatverein Marl e. V. 2006 ein Kooperationsvertrag geschlossen.

Die Geschichtswerkstatt stellt sich vor
Wir unterteilen unsere bisherige Arbeit in zwei Phasen: Die erste reicht etwa von 2001 bis 2009. In dieser Zeit haben wir nach Quellen zur Geschichte von Marl in den 1950er bis 1970er Jahren gesucht. Also für die Zeit, als in Marl viel gebaut wurde, und die Stadt zu dem wurde, was man heute noch sehen kann. Nach diesen Quellen schrieben wir Texte zur Geschichte der Blumensiedlung, der City, des Adolf-Grimme-Instituts, der Hügelhäuser. Sie wurden in den Internetauftritt der Stadt Marl gestellt und sind dort heute noch zu lesen unter www.marl.de/.Stadtportrait/Stadtgeschichte

Kulturhauptstadt RUHR.2010: Schachtzeichen
Die zweite Phase reicht von 2009 bis 2014. Im Jahre 2009 beteiligten wir uns an den Vorbereitungen für das Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Wir verfassten Texte zu den ehemaligen Zechen auf Marler Gebiet, die bei der Aktion „Schachtzeichen" für die Flyer verwandt wurden, zum Beispiel zur Zeche Brassert, zur Zeche Auguste Victoria und zu Schacht 8 der Zeche Schlägel und Eisen.

75 Jahre Stadt Marl 2011
Danach begannen wir mit der Vorbereitung zum Jubiläumsjahr 2011 „75 Jahre Stadt Marl“. Unter dem Thema  „Zuwanderung in Marl" gründeten wir drei Untergruppen:
·    Zuwanderung und Politik
·    Zuwanderung und Siedlung
·    Zuwanderung und Religion
Aus den Ergebnissen bereiteten wir zunächst eine gut besuchte Ausstellung für das Stadtfest im Juli 2011 vor. Neben Objekten, Dokumenten und Fotos stellten wir dabei unsere Themen in drei kurzen Broschüren vor.
Danach arbeiteten wir weitere zwei Jahre  an unseren Themen und vor allem an ihrer Veröffentlichung als Buch. Im Dezember 2013 war es dann geschafft. Wir konnten unser zweibändiges Werk „Zuwanderung in Marl" vorlegen:
Band 1: Zuwanderung in Politik und Siedlung
Band 2: Zuwanderung und Religion

Laien forschen unter der Anleitung von Historikern/innen
Die Geschichtswerkstatt arbeitet seit Beginn nach methodischen Prinzipien, die für das Buchprojekt besonders konsequent berücksichtigt wurden:
-    Die Geschichtswerkstatt ist eine Laienforschungsgruppe, die unter Anleitung von Historikern/innen arbeitet.
-    Zu den geplanten Themen wird nach Quellen gesucht, auf deren Grundlage eine eigene Darstellung geschrieben und auf bereits bestehende Darstellungen verwiesen wird.
Durch diese Vorgehensweise können andere, auch Wissenschaftler, später weiter forschen und arbeiten.
Um Vollständigkeit zur Geschichte Marls waren wir nicht bemüht. Denn es ist uns klar, dass ein Leben nicht ausreicht, um die Geschichte Marls darzustellen. Deshalb haben wir alle jeweils über das geschrieben, was unser Interesse weckte.

Neues Thema: Der Erste Weltkrieg – Kooperation mit den Partnerstädten
Wir wollen die Auswirkungen und Folgen des Ersten Weltkrieges auf Marl untersuchen. Aus der Sicht des 21. Jahrhunderts wäre diese Herangehensweise allerdings zu eng, weil der Erste Weltkrieg sich europaweit auswirkte. Deshalb wollen wir die Partnerstädte von Marl in die Darstellung einbeziehen und sehen, ob eine Zusammenarbeit mit ähnlichen Organisationen dort möglich ist. Erste Kontakte gibt es mit Pendle in England, wo eine „Historical Society" dabei ist, die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges quellenmäßig zu erfassen und darzustellen. Es sind auch Bezüge zu Zalaegerszeg/Ungarn, Creil/Frankreich und Kusadasi/Türkei geplant. Dazu werden wir Kontakte mit den Partnerschaftsvereinen aufnehmen. Aber wir sind noch ganz in den Anfängen. Gegen Ende des Jahres können wir dazu Genaueres sagen.
Unsere Arbeit steht im Zusammenhang mit der ruhrgebietsweiten Aktion „Krieg und Frieden - Auswirkungen und Folgen des Ersten Weltkrieges im Ruhrgebiet", die vom Institut für Stadtgeschichte (Stadtarchiv) Hagen koordiniert wird.